Eine rassistische Bemerkung, ein Plakat, das eine halbnackte Frau zeigt, ein Witz über homosexuelle Menschen oder Menschen mit Behinderungen… Was sind menschenverachtende Einstellungen? Ab wann bin ich gefordert, zu reagieren? Und wie kann ich aktiv werden?
Die Antworten auf diese Fragen sind Schwerpunkte des Argumentations- und Handlungstrainings. Ziel ist es, menschenverachtende Einstellungen frühzeitig zu erkennen, sie zu problematisieren und argumentativ zu widerlegen und auf diesem Weg entsprechenden Aktivitäten wirksam entgegenzutreten.
Für das in der Gedenkstätte ROTER OCHSE angebotene Seminar wurde der Fokus auf die Praxis gesetzt:
Wie bleibe ich bei dem, was ich sagen möchte und komme nicht in eine Endlosdiskussion? Wie kann ich Zuhörende einbinden und menschenverachtenden Aussagen/Personen den Wind aus den Segeln nehmen?
In Handlungsübungen wird das eigene Auftreten und die Anwendung von Strategien reflektiert.
Egal, ob bei einem rassistischen Fan-Ruf am Fußballplatz, einer demokratiefeindlichen Äußerung des Onkels auf dem Familientreffen oder bei einem antisemitischen Kommentar in der Straßenbahn: Das Argumentationstraining bietet die Möglichkeit, zu eigener kreativer und erfolgreicher Zivilcourage zu kommen.
Das Seminar richtet sich z. B. an Multiplikator:innen, Lehrkräfte und Pädagog:innen sowie an andere antirassistisch engagierte Menschen.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Gedenkstätte ROTER OCHSE und der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt.
Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt. Wir bitten daher um verbindliche Anmeldung unter: info-roterochse@erinnern.org.
Bei Rückfragen wenden Sie sich an: Laura Miete, Gedenkstättenpädagogin laura.miete@erinnern.org.
Der Eintritt ist frei.

