Menu
menu

Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt

Stellungnahme zum Mordanschlag in Halle

10.10.2019

Die Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt verurteilt den antisemitisch motivierten Mordanschlag in Halle zutiefst. Der terroristische Angriff auf die am Tage des jüdischen Versöhnungsfestes voll besetzte Synagoge galt Menschen aus unserer Mitte und zielte zugleich auf das friedliche Miteinander und das demokratische Selbstverständnis unseres Landes. Dass der Antisemitismus fast 75 Jahre nach dem Untergang des Nationalsozialismus in Deutschland wieder zu einer tödlichen Gefahr geworden ist, ist eine erschütternde Tatsache! Sie ist auch Ausdruck einer Änderung des politischen Klimas, in dem Rassismus, Antisemitismus und andere Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit in Teilen unserer Gesellschaft wieder anschlussfähig geworden sind.

Vor diesem Hintergrund ruft die Stiftung alle Menschen in Sachsen-Anhalt auf, gemeinsam für die Verteidigung unserer demokratischen Werte einzustehen! Unsere Trauer und unser Mitgefühl gelten den Angehörigen der beiden Mordopfer und den schwerverletzten Überlebenden. Unsere besondere Solidarität gilt der jüdischen Gemeinschaft in Halle, die das eigentliche Ziel der feigen Tat gewesen ist.

Die Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt ist eine selbständige staatliche Stiftung öffentlichen Rechts. Mit ihren sieben Gedenkstätten an neun Standorten ist sie eine der vielfältigsten Einrichtungen der historisch-politischen Bildung in Deutschland.

Ihr gesetzlicher Auftrag lautet, „durch ihre Arbeit dazu beizutragen, dass das Wissen um die einzigartigen Verbrechen während der nationalsozialistischen Diktatur im Bewusstsein der Menschen bewahrt und weitergetragen wird. Es ist ebenfalls Aufgabe der Stiftung, die schweren Menschenrechtsverletzungen während der […] sowjetischen Besatzung und der SED-Diktatur darzustellen und hierüber Kenntnisse zu verbreiten.“

 

 


Aktuelles

dddd

Festival Grenzenlos am 9. November 2019 in der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn

Massenflucht und Straßenproteste erzwangen im Herbst 1989 die Öffnung der innerdeutschen Grenze und der Berliner Mauer. Am 9. November erwirkte die...

Mundloch A

Öffentliche Führungen durch den Stollenabschnitt der Gedenkstätte

Gedenkstätte für die Opfer des KZ Langenstein-Zwieberge: Am Wochenende, dem 26. und 27. Oktober 2019, ist der zur Gedenkstätte zählende Teil des...