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Was bisher geschah: Ein Ausstellungstagebuch

Förderzusage

September 2020: Heute haben wir vom Verein 321–2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e.V. die freudige Nachricht über einen positiven Juryentscheid bezüglich unserer Projektskizze erhalten.

Damit können die ersten Weichen gestellt werden. Als Erstes schauen wir, was wo angeschoben werden muss. Dazu gehört auch die Suche nach Partner:innen, die die Gestaltung der Ausstellung übernehmen. Wir sind sehr glücklich, über die Zusage der Agentur Bar Pacifico aus Berlin und freuen uns über die Zusammenarbeit!

Die Recherchephase beginnt

März 201: Die Ausstellung lebt von Selbstzeugnissen. Für die Recherche haben nun einen Honorarvertrag ausgeschrieben. Für die zwölf Biographien der Ausstellung müssen nämlich zum Teil noch Dokumente und Bildmaterial recherchiert werden. Teilweise haben wir schon sehr gut recherchierte Biographien. Doch der andere Teil braucht noch etwas mehr Aufmerksamkeit. 

Die Ausstellung wird konkret

Seit Ende April: Wir sind nun voll im Erarbeitungsprozess. In Berlin müssen wir jetzt zusammen mit der Agentur uns für ein Ausstellungssystem entschieden, Farben diskutieren und festlegen wie viel Text optimal ist.

Sichtbarmachung

Juni 2020: Für die Bewerbung der Ausstellung wollen wir einen eigenen Layer mit Wiedererkennungswert. So können wir noch besser zeigen, wie es um den Stand der Dinge in Sachen Ausstellung steht.

Schreiben, löschen, neu formulieren, überprüfen

Ende Juli 2021: Die Textproduktion startet! Ziel ist es, die Personen vor allem durch Selbstzeugnisse selbst zu Wort kommen zulassen. Wie sind die Menschen aufgewachsen, wie haben sie selbst ihre jüdische Identität wahrgenommen oder wie haben sie die Zeit der Ausgrenzung und Inhaftierung erlebt?

Das ist nicht immer einfach. Von einigen Personen gibt es bedauerlicherweise keine Briefe, Zeug:innenaussagen oder Interviews. Daher bedarf es auch kreativer Lösungen. Kolleg:innen aus Bernburg und Langenstein haben dafür extra Kontakt zu Angehörigen in den USA und Israel aufgenommen. Für die Recherche zu Max Friedländer mussten wir auch um die Ecke denken und sind zum Schluss gekommen, Expert:innen zu gewissen Themen zu zitieren und die Kolleg:innen beschreiben selbst die Situation der Person.

Was für eine intensive Zeit. Immer wieder sind wir an den Texten dran. Schreiben, lektorieren, formulieren neu und kommentieren. Alle Texte sind endlich ausformuliert, mehrfach geprüft und an die Grafikagentur freigegeben.

Zeitdruck bis zur Druckfreigabe

29. September 2021: Heute sollen alle Texte fertig sein. Doch es kommt wie kommen muss. Das Auge für die Details ist gefragt. Wo sind die Abstände nicht richtig, welche Bilder müssen noch ausgetauscht werden und wieso hat sich da schon wieder ein neuer Fehler eingeschlichen?

Die Druckerei meldet sich: Alle Dateien müssen nach neuen Maßvorgaben verändert werden.

 

Jetzt aber wirklich!

8. Oktober 2021: Es ist geschafft! Alle zwölf biographischen Stationen sind in den Druck gegangen.            Am Freitag ist dann noch die Einführungstafel dran. Was für eine Erleichterung.

Endlich ist sie da.

19. Oktober 2021: So lange haben wir darauf hingearbeitet und nun ist es endlich soweit. Zwei riesige Paletten stehen bereit und wollen entpackt werden.

 

 

Die Flyer sind angekommen

Ende Oktober 2021: Der Schlusssprint hat begonnen. In nur wenigen Tagen haben wir zusammen mit der Agentur den Flyer zur Ausstellung besprochen. Wir mussten gar nicht viel anmerken oder bearbeiten. Um im Bild zu bleiben, haben wir dann auf den letzten Metern doch noch einen Fehler entdeckt. Das Logo vom Bundesinnenministerium war nicht mit drauf. Nach dem das korrigiert war, konnten wir gestern am 27.10. den Druckauftrag auslösen. Und heute, einen Tag später sind sie schon da!

Ein Tag vor der Ausstellungseröffnung

8. November 2021. Einen Tag vor der Ausstellungseröffnung sind nun endlich die letzten Tafeln geliefert worden. Beim Auspacken wird schnell klar, hier fehlt was. Die Einführungstafel ist nicht dabei. Was nun? Aufgeregt rufen wir die Grafikagentur an und beraten zusammen wie wir das Problem nun lösen. Hoffentlich schaffen wir es noch rechtzeitig.

9. November 2021

13:00 Uhr: Heute am 83. Jahrestag der Novemberprogrome findet die Eröffnung statt. Was noch fehlt, ist die Einführungsstation. Zum Glück konnte Fabian gestern noch in einer Druckerei spontan die Tafeln drucken lassen. Der finale Aufbau kann starten.

15:30 Uhr: Alles ist fertig, alles ist vorbereitet und die ersten Menschen trudeln ein. Die Musikerin baut alles auf und die Reihen füllen sich.

18:30 Uhr: Beschwingt von den tollen Rückmeldungen, spannenden Redebeiträgen und Gesprächen mit unseren Gästen ging der Abend so schnell um. Wir freuen uns einfach so sehr über dieses gelungene Projekt mit all seinen Höhen und Herausforderungen.