22.02.2018

Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn „Schwarzhörer, Schwarzseher und heimliche Leser. Die DDR und die Westmedien“ , 22.02.2018 - 17:00 Uhr

Westradio und Westfernsehen war ein Tabu in der DDR. Die SED versuchte, den Konsum westlicher Medien zu verbieten, zu kontrollieren und einzuschränken. Trotz aller Maßnahmen wurden täglich zwischen Ostsee und Thüringer Wald Rundfunk- und Fernsehprogramme sowie Publikationen aus dem Westen genutzt. Das eigensinnige Unterlaufen des Wahrheits- und Meinungsmonopol der SED besaß emanzipatorische Wirkung und trug zu den gesellschaftlichen Veränderungsprozessen in der DDR bei.

In ihrem Vortrag über die DDR und die Westmedien thematisiert Dr. Franziska Kuschel, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Zeithistorische Forschung  Potsdam, das Verhältnis zwischen staatlicher Kontrolle des westlichen Medienkonsums in der DDR und dessen alltäglicher Nutzung. Dabei geht sie auch auf die besonderen Bedingungen im grenznahen Raum ein. Anschließend können die Besucherinnen und Besuchern über ihre individuellen Erfahrungen ins Gespräch kommen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!